The Brand with the Three Stripes: Adidas. Zugegebenermaßen bin ich früher keinen einzigen Adidas-Schuh gelaufen, und es hat etwas gedauert, bis ich mich an die Adizero-Reihe herangewagt habe. Nun war es endlich soweit: Ich hatte die Möglichkeit, das Topmodell der Reihe zu testen – meinen ersten Adidas-Schuh mit Carbon unter den Füßen! Der neue Adizero Adios Pro 4, vorgestellt von Adidas im Herbst 2024, ist das nächste Kapitel in der Adizero-Adios-Pro-Familie und will mit verfeinertem Design und gesteigerter Performance neue Standards setzen.
Innerhalb der Adizero-Familie etabliert sich der Pro 4 klar als „Race-Day-Super-Schuh“. Gleichzeitig bringt Adidas zur Unterstützung eine schnelle Trainingsoption heraus: den Adizero Evo SL (bereits erhältlich), der die Design-DNA der Elite-Silhouetten ins tägliche Training überträgt. Hier ein Überblick über die technischen Highlights:


Technik-Insights: Was macht den Adizero Pro 4 aus?
Lightstrike-Pro-Mittelsohle & EnergyRods 2.0
Die reaktionsstarke Lightstrike-Pro-Mittelsohle ist leichter und weicher im Ansprechverhalten als beim Vorgänger. Die integrierten EnergyRods 2.0 – karbonverstärkte Stäbe – unterstützen eine effiziente Abrollbewegung von der Ferse bis zu den Zehen.
Neues Rocker-Point-Design
Der geschwungene Rocker-Punkt im Vorfuß liegt nun bei rund 60 % der Schuhlänge. Das schiebt den Läufer früher nach vorn und verbessert die Laufökonomie.
Lightlock-Obermaterial & Schnürsystem
Das innovative, federleichte One-Way-Stretch-Mesh (Lightlock) mit innenliegenden Locking-Bändern und überarbeitetem Schnürsystem sorgt für sicheren Halt ohne Druckstellen.
LightTraxion-Laufsohle mit Continental-Gummi
Basierend auf der Analyse von Läuferdruckmustern ist die Außensohle gezielt dort griffiger, wo es zählt – bei gleichzeitig reduziertem Gewicht.
Gewichtsoptimierung & Dämpfung
Rund 200 g (Herren, UK 8.5) bzw. 172 g (Damen, UK 8.5) – etwa 20 g leichter als der Pro 3. Das Material sorgt für ein agileres, komfortableres Laufgefühl. UVP: 249,99 €.


Konkurrenz-Vergleich: Zwei Modelle im Fokus
Nike Alphafly 3
Breiter geschnitten, komfortabler auf langen Strecken – eine Alternative für Läufer, denen der Pro 4 zu schmal ist.
Saucony Endorphin Pro 4
Bietet mehr Stabilität im Fersenbereich – geeignet für Fersenläufer, denen der Pro 4 instabil wirkt.
Adizero-Familie im Überblick: Wo steht der Pro 4?
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Adizero Adios Pro 4 – High-End-Rennschuh, Karbonplatte, leicht, agil – für schnelle Wettkampfläufe.
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Adizero Adios Pro 3 – Vorgänger, bekannte Balance aus Komfort und Performance; weniger aggressiv als sein Nachfolger.
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Adizero Evo SL – schneller Trainingsschuh, teilt DNA mit Pro 1 und Pro 4, jedoch ohne Carbon-Platte; preislich günstiger (ca. 150 €).


Meine Einschätzung: leichte, direkte Rakete an den Füßen
Der Adizero Adios Pro 4 ist ein technisch hochmodernes Rennmodell, optimiert auf Geschwindigkeit – mit leichter Mittelsohle, effizientem Rocker, sicherem Obermaterial und gezielter Traktion. Er unterscheidet sich klar vom Evo SL als Trainingspartner und übertrifft den Pro 3 als Performance-Referenz.
Ich persönlich habe einen sehr neutralen Fuß, merke jedoch, dass der Mittelteil recht schmal geschnitten ist. Da ich meine Fußstabi-Übungen zuletzt etwas vernachlässigt habe, zwingt mich der Schuh, sehr aktiv im Fußgewölbe zu arbeiten und nicht nach innen zu „fallen“.
Wer einen leichten, reaktionsfreudigen Rennschuh mit viel Antrieb sucht, ist hier genau richtig. Läufer mit breiterem Fuß, starkem Fersenaufsatz oder sensibler Passform sollten hingegen Alternativen wie den Alphafly 3 oder den Endorphin Pro 4 in Erwägung ziehen – oder beim Evo SL bleiben.