Die Cielo-Serie von Hoka steht seit ihrem Debüt für das kompromissloseste Race-Erlebnis der Marke. Ich durfte vor zwei Jahren bereits vorab die erste Version des Cielo testen und habe mich danach von meinem Alphafly verabschiedet. Für meine nächsten Wettkämpfe entschied ich mich bewusst für Hoka. Das Laufgefühl und der Vortrieb suchten seinesgleichen. Das einzige Manko damals: Der Schuh war verhältnismäßig schwer.
Mit dem brandneuen Cielo X1 3.0 liefert Hoka nun ein Modell, das die Grenzen zwischen maximaler Energierückgabe und minimalem Gewicht neu definiert. Getreu dem Motto „A propulsive ride for pure speed“ ist dieser Schuh die Antwort auf die Forderung nach immer leichteren Super-Shoes für den Renntag. Ich konnte das Modell bereits unter die Lupe nehmen und habe hier die technischen Innovationen dieses „Tip-of-the-spear“-Produkts für euch zusammengefasst.
Technische Eigenschaften & Innovationen
Der Cielo X1 3.0 bricht mit alten Standards und setzt auf ein radikal optimiertes Design für maximale Effizienz:
Engineered Leno Weave Textile
Das Obermaterial besteht aus einem hochmodernen Leno-Gewebe, das extrem atmungsaktiv und gleichzeitig stabil ist – genau das, was man sich im Rennen wünscht.
Patent-Pending Dynamic Vamp
Ein dehnbarer Bereich im Vorfuß sorgt für eine adaptive Passform während der Abrollbewegung. So passt sich der Schuh sehr gut an unterschiedliche Fußformen und -breiten an. Er ist damit deutlich angenehmer als viele Modelle der Konkurrenz, die eine sehr schmale Passform bevorzugen.
Asymmetrical Lacing
Die asymmetrische Schnürung wurde eingeführt, um einen noch sichereren und druckfreien Halt zu gewährleisten.
Dual-Layer PEBA Foam
Die Zwischensohle nutzt zwei Schichten eines extrem reaktionsfreudigen PEBA-Schaums, der für den nötigen „Bounce“ sorgt. Dieser reaktive Schaum ist das Geheimnis der Energierückgabe moderner Super-Shoes – und wurde hier nochmals optimiert.
Carbon Fiber Plate
Die integrierte Carbonfaserplatte wurde im Design weiter verfeinert, um den Vortrieb zusätzlich zu maximieren.
Für euch bedeutet das konkret: Der Schuh bleibt optisch dem typischen Hoka-Design mit auffälligen Farben treu, wurde jedoch technisch gezielt optimiert, um besser zu passen und noch mehr Energie zurückzugeben.
Technische Eckdaten (Herrenmodell)
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Gewicht: ca. 213 g (US M10) – damit ist er Hokas bislang leichtester Super-Shoe und gewinnt deutlich an Attraktivität in der Läuferszene.
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Sprengung (Drop): 7 mm (Heel Stack: 38 mm) – bewegt sich damit im legalen Bereich der von World Athletics zugelassenen Schuhe.
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Außensohle: Formgepresstes Polyurethan für optimalen Grip bei minimalem Materialeinsatz.
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Nachhaltigkeit: 100 % vegan.


Was ist neu gegenüber dem Cielo X1 2.0?
Obwohl der Cielo X1 3.0 die aggressive Race-DNA seines Vorgängers teilt, gibt es signifikante Verbesserungen:
Deutliche Gewichtsreduktion
Während der Vorgänger (2.0) noch 230 g wog, wurde das Gewicht beim 3.0 auf 213 g reduziert. Auch wenn es „nur“ knapp 20 g sind, ist diese Ersparnis spürbar – schließlich muss bei jedem Schritt weniger Masse beschleunigt werden.
Verfeinerte Fersengeometrie
Die Ferse wurde für mehr Stabilität überarbeitet – bei gleichzeitig reduziertem Materialeinsatz.
Optimiertes Obermaterial
Durch die Minimierung der Materialien an Zunge und Ferse sowie das neue Leno-Gewebe wirkt der Schuh deutlich schlanker und direkter.
Laufgefühl und Einsatzgebiet
Das Laufgefühl des Cielo X1 3.0 ist klar auf puren Vortrieb ausgelegt. Er ist kein gemütlicher Cruiser, sondern ein präzises Werkzeug für Bestzeiten auf der Straße – und im Notfall auch auf feinem Schotter.
Die Kombination aus der steifen Carbonplatte und dem federnden PEBA-Schaum macht ihn ideal, um neue persönliche Bestzeiten anzugreifen oder hohe Geschwindigkeiten über längere Distanzen zu halten.
Besonders geeignet für:
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Distanzen: 5 km bis Marathon – seine Stärken spielt er vor allem bei hohem Tempo aus.
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Läufertyp: Neutralläufer und ambitionierte Athleten, die maximale Effizienz suchen.


Der Vergleich mit der Konkurrenz
Zu Beginn meiner Zeit im Profitriathlon gab es im Grunde nur einen konkurrenzfähigen Carbonschuh: den Nike Vaporfly 4% – damals von Eliud Kipchoge beim ersten Versuch getragen, die 2-Stunden-Marke im Marathon zu brechen. Inzwischen haben alle großen Hersteller nachgezogen, und die Konkurrenz ist enorm.
Ich habe den Cielo X1 3.0 mit zwei aktuellen Top-Modellen verglichen:
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Modell |
Hoka Cielo X1 3.0 |
Nike Vaporfly 4 |
Asics Metaspeed Sky Tokyo |
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Fokus |
Speed für jedermann, hohe Effizienz auch über lange Strecken |
Sehr aggressiv, extremer Rebound, schmale Passform |
Schrittverlängerung, geringere Sprengung, weniger Stabilität |
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Dämpfung |
Dual-Layer PEBA |
ZoomX Foam |
FF Turbo Foam |
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Sprengung |
7 mm |
6 mm |
5 mm |
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Gewicht (ca.) |
213 g (US M10) |
ca. 148–166 g |
ca. 170 g |
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Preis |
275 € |
260 € |
270 € |
Fazit
Der Hoka Cielo X1 3.0 ist die konsequente Weiterentwicklung eines bereits starken Racers. Durch die deutliche Gewichtsreduktion und die verbesserte Passform schließt Hoka die Lücke zu den extrem leichten Konkurrenten von Nike und Asics, behält dabei jedoch seine charakteristische Rocker-Geometrie bei.
Wer einen High-End-Racer sucht, der maximale Performance liefert, dabei aber keine Kompromisse bei Stabilität und Laufökonomie eingeht, wird hier fündig. Der Schuh richtet sich an alle, die etwas weniger extreme Aggressivität schätzen und dennoch auf höchstem Niveau performen wollen.
Meiner Meinung nach besonders interessant für ambitionierte Halbmarathon- und Marathonläufer.