Die zweite Generation des Hyperion Max kommt mit einer klaren Weiterentwicklung: mehr Dämpfung, höheres Sohlenprofil und erstmals mit durchgehender SpeedVault-Platte für zusätzlichen Vortrieb. Ziel war es, das Laufen nicht nur reaktiver, sondern auch schonender zu gestalten. Ob das gelungen ist, habe ich im Training getestet.
Shop4runners hat mir den Hyperion Max 2 zur Verfügung gestellt, sodass ich ihn unabhängig von etwaigen Herstellerinteressen testen konnte.
Erster Eindruck
Schon beim ersten Hineinschlüpfen fällt der angenehme Sitz auf – der Schuh schmiegt sich gut an den Fuß, das Mesh-Obermaterial wirkt luftig und flexibel. Trotz der Namensgebung „Max“ erwartet einen hier kein ultragepolsterter Komfortschuh. Vielmehr überzeugt der Hyperion Max 2 mit einem direkten, eher festen Laufgefühl – ohne störendes Einsinken oder schwammige Dämpfung.
Der erste Eindruck: sportlich, stabil, direkt.


Praxistest
Im Training zeigt sich schnell: Die leichte, federnde Dämpfung sorgt für spürbaren Vortrieb – ideal für Tempodauerläufe, gesteigerte Dauerläufe oder Intervalltraining. Das Obermaterial ist sehr atmungsaktiv und angenehm flexibel.
Weniger gefallen haben mir die überlangen Schnürsenkel, die ich beim Laufen unter die Schnürung klemmen musste, damit sie nicht herumbaumeln. Andererseits eignen sie sich gut für eine Marathonschnürung.
Die DNA-Flash-v2-Zwischensohle vermittelt ein festeres Laufgefühl als PEBA-Modelle, was durchaus Geschmackssache ist. Wer es direkter mag, wird sich hier wohlfühlen. Die breite Plattform bringt Stabilität, die Rocker-Geometrie unterstützt ein flüssiges Abrollen. Auch bei moderatem Tempo läuft sich der Schuh angenehm – ohne an Agilität zu verlieren.
Die vernähte Zunge bleibt zuverlässig an Ort und Stelle, allerdings bildeten sich bei enger Schnürung leichte Falten im Material. Die Außensohle bietet soliden Grip auf Asphalt und befestigten Wegen. Besonders gefallen hat mir die klare Führung – auch bei flottem Tempo vermittelt der Max 2 ein stabiles und sicheres Laufgefühl.
Insgesamt: ein vielseitiger, stabiler und durchdachter Trainingsschuh, der sogar im Wettkampf getragen werden kann.
Der Hyperion Max 2 verzichtet auf spektakuläre Effekte – mit Ausnahme des auffälligen Farbdesigns. Genau darin liegt seine Stärke. Beim ersten Anziehen bleibt der große „Wow“-Moment zwar aus, doch das unaufgeregte Auftreten macht ihn zu einem soliden, zuverlässigen Trainingsbegleiter. Er gehört zu den Laufschuhen, die einfach ihren Job machen – ohne Schnickschnack, aber mit Verlässlichkeit. Wer ein unkompliziertes Modell für den regelmäßigen Einsatz sucht, wird hier fündig.


Der Brooks Hyperion Max 2 im Detail
Der Hyperion Max 2 ist ein neutraler Straßenlaufschuh, konzipiert für mittlere bis zügige Trainingseinheiten – mit spürbaren Verbesserungen bei Dämpfung, Übergängen und Komfort im Vergleich zum Vorgänger.
Technisch hat Brooks einiges optimiert: Die neue SpeedVault-Platte – eine durchgehende Kunststoffplatte – bringt mehr Stabilität und unterstützt die Abrollbewegung. In Kombination mit der stickstoff-injizierten DNA-Flash-v2-Dämpfung, die nun dicker ausfällt (plus 4 mm in der Ferse, 6 mm im Vorfuß), wirkt der Schuh insgesamt geschmeidiger und etwas weicher – ohne an Direktheit einzubüßen.
Das Mesh-Obermaterial ist atmungsaktiv und flexibel. Die neue Zunge – elastisch, flach gestrickt und an zwei Punkten mit der Mittelsohle verbunden – sorgt für verbesserten Sitz. Praktisch: Die hochgezogene Ferse erleichtert den Einstieg und entlastet die Achillessehne.
Auch das Thema Nachhaltigkeit kommt nicht zu kurz – rund 63 % recycelte Materialien stecken im Obermaterial. Bei 6 mm Sprengung wiegt der Schuh ca. 265 g (Größe 44). Die Einlegesohle ist austauschbar – ein willkommener Zusatznutzen.
Bevorzugte Zielgruppe
Der Hyperion Max 2 richtet sich an eine breite Zielgruppe – besonders an Läuferinnen und Läufer, die einen neutralen, stabilen Trainingsschuh mit festem Abrollverhalten suchen. Wer ein direkteres Laufgefühl bevorzugt, ist hier genau richtig.
Dank seiner Vielseitigkeit eignet er sich nicht nur für schnelle Einheiten, sondern auch für moderatere Läufe. Kurz gesagt: ein robuster Performance-Trainer für alle, die beim Training gerne das Tempo variieren.


Brooks-Portfolio und mögliche Alternativen
Innerhalb des Brooks-Portfolios ergänzt der Hyperion Max 2 die Hyperion-Reihe als vielseitiger Performance-Trainer. Wer mehr Unterstützung beim Abrollen wünscht, greift zur Hyperion GTS-Version mit integrierter GuideRails-Technologie. Der Ghost 17 ist hingegen ein komfortabler Daily Trainer mit 12 mm Sprengung – ideal für langsamere Dauerläufe. Für schnelle Einheiten bietet der Launch 11 eine leichtere, agilere Option.
Wer es maximal sportlich will, greift zum Hyperion Elite 4 PB – Brooks’ kompromissloser Wettkampfschuh mit PEBA-Schaum, Carbonplatte und explosiver Dämpfung.
Alternativen außerhalb von Brooks:
- Saucony Endorphin Speed 4
- Puma Deviate Nitro 3
- Nike Zoom Fly 6
- Adidas Boston 13
Diese Modelle sind meist weicher, stärker gedämpft und reaktiver – hier entscheidet der persönliche Geschmack.
Fazit
Der Brooks Hyperion Max 2 ist ein komfortabler, reaktionsfreudiger Trainingsschuh mit direktem Laufgefühl und hoher Stabilität. Dank atmungsaktivem Obermaterial, solider Dämpfung und vielseitiger Einsatzmöglichkeiten eignet er sich für viele Trainingsarten – von schnellen Intervallen bis zu längeren, zügigen Dauerläufen.
Wer einen Performance-Trainer mit klarer Führung, guter Passform und einem Hauch Wettkampf-Potenzial sucht, wird hier fündig.
WICHTIG: Am 03.07.2025 launcht Brooks den Hyperion Max 3!
Prognose von Sebastian:
Der neue Hyperion Max 3 ist kein einfaches Upgrade – aus meiner Sicht ist das ein komplett neuer Schuh. Mit fast 5 cm Stack, neuem PEBA‑Schaum, SpeedVault‑Platte und socken‑ähnlichem Upper liegt er nun eindeutig in der Kategorie ‚Super‑Trainer‘. Der Sprung ist spürbar – mehr Federung, mehr Roll, aber auch mehr Gewicht, weniger Tempo‑Feeling. Wenn ihr den Max 2 für seine Agilität und Tempofreude geliebt habt, der Max 3 wird stattdessen das… gemütliches Kraftpaket für die langen Strecken.