Saucony Endorphin Kollektion Teil 3: Der Trainer – Komfort trifft Carbon

 

Saucony hat innerhalb der Endorphin-Reihe ein neues Modell auf den Markt gebracht: den Saucony Endorphin Trainer – einen vielseitigen Trainingsschuh mit Carbonplatte. Ich habe ihn im Rahmen meines Marathon-Trainingblocks getestet und teile hier meine Erfahrungen.

Design und erster Eindruck

Optisch fügt sich der Endorphin Trainer nahtlos in die Endorphin-Serie von Saucony ein. Er wirkt modern und sportlich. Das Obermaterial besteht aus atmungsaktivem Mesh, und die Verarbeitung ist – wie gewohnt bei Saucony – hochwertig. Die Farbkombination hat mich persönlich sehr angesprochen: Das Weiß, kombiniert mit den grellen Akzenten, ergänzt sich perfekt. Im Vergleich zu den anderen Modellen der Endorphin-Serie wirkt dieser Schuh allerdings etwas klobiger und schwerer.

 

Passform und Komfort

Beim ersten Anziehen fiel mir sofort die großzügige Passform auf – besonders im Vorfußbereich bietet der Schuh viel Platz. Läufer mit schmaleren Füßen sollten prüfen, ob sie darin ausreichend Halt finden. Die Polsterung im Fersenbereich sorgt für ein angenehmes Tragegefühl und unterstützt den Komfort direkt ab dem ersten Schritt.

Technologie und Laufgefühl

Der Endorphin Trainer kombiniert Sauconys neuen IncrediRun-Schaum mit einer ¾-langen Carbonplatte. Diese Kombination soll eine reaktive Dämpfung und ein geschmeidiges Abrollverhalten ermöglichen. In der Praxis habe ich den Schuh jedoch als weniger dynamisch im Vergleich zu anderen Modellen der Endorphin-Reihe wahrgenommen – und das etwas höhere Gewicht war für mich spürbar. Die SPEEDROLL-Technologie unterstützt zwar das Vorwärtsmomentum, aber insgesamt fühlte sich der Schuh etwas träger an. Die Carbonplatte bringt dennoch einen spürbaren Effizienzgewinn bei längeren Läufen.

Vergleich mit anderen Modellen

  1. Saucony Kinvara Pro:
    Der Endorphin Trainer wird oft als Weiterentwicklung des Kinvara Pro angesehen. Beide Modelle verfügen über eine Carbonplatte, jedoch bietet der Endorphin Trainer durch den weicheren IncrediRun-Schaum eine komfortablere Dämpfung.
  2. HOKA Skyward X:
    Im Vergleich zum Skyward X bietet der Endorphin Trainer eine ähnlich gedämpfte Lauferfahrung, wirkt aber weniger stabil. Einige Läufer empfinden den Skyward X als vielseitiger – insbesondere bei langen Distanzen.

Einsatzbereich

Der Saucony Endorphin Trainer eignet sich besonders für:

  • Längere Einheiten: Die Carbonplatte und der weiche Schaum wirken unterstützend auf längeren Strecken.

  • Moderate Tempoeinheiten: Trotz des etwas höheren Gewichts kann der Schuh bei schnelleren Trainingsläufen verwendet werden.

 

Technische Daten (Saucony Endorphin Trainer)

  • Sprengung: 8 mm (42 mm Ferse / 34 mm Vorfuß)

  • Mittelsohle: IncrediRun-Schaum + PWRRUN mit ¾-langer Carbonplatte

  • Außensohle: Minimaler Gummieinsatz an Ferse und Vorfuß für verbesserten Grip

Fazit

Der Saucony Endorphin Trainer ist ein solider, komfortabler Trainingsschuh mit moderner Technologie. Das höhere Gewicht und die geringere Dynamik im Vergleich zu anderen Modellen der Endorphin-Reihe führen zu einer etwas reduzierten Reaktivität. Ich empfehle diesen Schuh allen, die einen stabilen, langlebigen Begleiter für das tägliche Training suchen – besonders dann, wenn typische Race-Day-Carbonschuhe als zu steif empfunden werden.